Kathrin Bode

Zeiten

die vergangenheit jagdt,
die zukunft, sie blinkt.
die gegenwart ist müd.
still und stumm.

der abend ist schlaflos,
die nacht hat ängste im gepäck.
am morgen ist es erstmal vorbei.

der nachmittag ist schwer und träge.
im kopf jagen ideen, doch sie kommen nicht raus.
der körper will ruhe, er hälts nicht mehr aus.
und schon nehmen die unruhigen träume wieder ihren lauf.

der tag vorrüber, die nacht kommt herbei.
immer und immer wieder, es bleibt dabei.
so viel könnte ich schaffen,
so viel will ich machen.
so viele ideen, aber nur im kopf.
dort hängen sie fest und kommen nicht raus.
nacht für nacht, tag ein, tag aus.